Ausgezeichnete Sicherheit: Polysafebatt

06.07.2026

Ausgezeichnete Sicherheit

PolySafeBatt ausgezeichnet mit NEULAND-Award 2026

Investitionen in Forschung sind Investitionen in unsere Zukunft – aber erst eine konkrete Marktperspektive hilft dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Anwendung zu bringen. Genau dafür wurde am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) der NEULAND Ideenwettbewerb ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden Projekte, die einen besonderen Nutzen für die industrielle Anwendung versprechen.

Wir freuen uns sehr, dass Unho Jung und Dominik Steinle vom Helmholtz-Institut Ulm mit ihrem Projekt PolySafeBatt einen der begehrten NEULAND-Awards 2026 erhalten haben.

Worum geht es bei PolySafeBatt?

PolySafeBatt entwickelt eine neue Generation von Lithium-Metall-Batterien auf Polymerbasis. Im Zentrum steht eine Hochvolt-Halbfeststoff-Polymerbatterie-Plattform, die drei zentrale Vorteile miteinander verbindet:

  • Erhöhte Sicherheit durch auslaufsichere Polymerelektrolyte
  • Skalierbares Batteriedesign, das sich an unterschiedliche Anwendungen anpassen lässt
  • Flexible Formfaktoren, die neue Möglichkeiten in der Zellgestaltung eröffnen

Das Herzstück der Technologie sind Polymerelektrolyte, die im Gegensatz zu klassischen Flüssigelektrolyten nicht auslaufen können – ein entscheidender Sicherheitsvorteil. Gleichzeitig sind sie kompatibel mit hochenergetischen Kathodenmaterialien sowie mit Lithium-Metall-Anoden, die für besonders hohe Energiedichten sorgen. Damit verbindet die Plattform zwei Eigenschaften, die in der Batterieforschung oft im Zielkonflikt stehen: maximale Sicherheit und maximale Leistungsfähigkeit.

Warum Sicherheit hier so wichtig ist

Je mehr Energie eine Batterie speichert, desto höher sind in der Regel auch die Anforderungen an ihre Sicherheit. Klassische Lithium-Ionen-Zellen mit flüssigem Elektrolyten bergen bei Beschädigung oder Überlastung ein gewisses Risiko – etwa durch auslaufende oder entflammbare Elektrolyte. Halbfeststoff- und Polymersysteme wie das von PolySafeBatt setzen genau hier an: Sie reduzieren dieses Risiko strukturell, ohne dabei auf hohe Energiedichte verzichten zu müssen.

Das macht die Technologie besonders interessant für Bereiche, in denen Batterien nah am Menschen oder unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen eingesetzt werden.

Zielanwendungen: von der Robotik bis zum stationären Energiespeicher

Die Plattform ist gezielt für sicherheits- und energiedichtesensitive Batteriesysteme konzipiert. Zu den wichtigsten Einsatzfeldern zählen:

  • Humanoide Robotik und Servicerobotik, wo Batterien in unmittelbarer Nähe zu Menschen arbeiten und höchste Sicherheitsstandards erfüllen müssen
  • Stationäre Energiespeichersysteme (ESS), bei denen Langlebigkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit im Vordergrund stehen

Gerade der Robotik-Sektor wächst rasant und stellt neue Anforderungen an Energiespeicher: kompakte Bauweise, hohe Leistungsdichte und ein Höchstmaß an Betriebssicherheit müssen dort gleichzeitig erfüllt werden. Mit ihrem flexiblen Formfaktor-Konzept adressiert die PolySafeBatt-Plattform genau diese Anforderungen.

Auszeichnung mit Signalwirkung

Der NEULAND Ideenwettbewerb des KIT zeichnet Forschungsprojekte aus, die über die akademische Relevanz hinaus ein konkretes industrielles Anwendungspotenzial mitbringen. Dass PolySafeBatt mit einem der begehrten Awards 2026 gewürdigt wurde, unterstreicht das Potenzial dieser Materialplattform, den Sprung von der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung zu schaffen.

Für das Helmholtz-Institut Ulm ist diese Auszeichnung ein weiterer Beleg dafür, wie eng Materialforschung und Anwendungsperspektive an unserem Institut zusammengedacht werden.

Neugierig geworden?

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie die Hochvolt-Halbfeststoff-Polymerbatterie-Plattform von PolySafeBatt konkret aussieht und funktioniert? Melden Sie sich gerne bei uns – wir freuen uns über Ihr Interesse und den Austausch mit Industrie und Forschung.

Herzlichen Glückwunsch an Unho Jung und Dominik Steinle zum NEULAND-Award 2026!

 

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Anna Sophia Boden / Kommunikation und Presse / sophia.boden@kit.edu

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