23.09.2026
Am 21. und 22. September 2026 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) und des Helmholtz-Instituts Münster (HI-MS) zu einem Management Meeting. Ziel des Treffens war es, die strategische und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden führenden deutschen Batterieforschungsinstituten innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft weiter zu koordinieren und zu vertiefen.
Beide Institute bringen dabei relevante Expertise in der Batterieforschung ein: Während das HIU an Batterie- und Zellkonzepten der nächsten Generation forscht, liegt ein besonderer Schwerpunkt des HI-MS auf Ionenleiter und innovative Elektrolyte für Energiespeicher.
Im Rahmen des Treffens nahmen die Teilnehmenden zudem an einem gemeinsamen Workshop, organisiert und geleitet von Prof. Arnulf Latz (DLR/HIU/Universität Ulm, Leiter der Forschungsgruppe Electrochemical Multiphysics Modeling) und Prof. Andreas Heuer (HI-MS/Universität Münster, Leiter der Forschungsgruppe Theory) teil. Die Vorträge des Workshops widmeten sich der Frage, wie Experiment, Theorie und Künstliche Intelligenz gemeinsam zu einem besseren Verständnis und zur Weiterentwicklung von Batteriesystemen beitragen können.
14.09.2026
Drei Tage. Fast 50 Vorträge. Mehr als 35 wissenschaftliche Poster. Ein zehnjähriges Jubiläum und die Ehrung unseres renommierten Direktors Prof. Maximilian Fichtner, der seinen 65. Geburtstag feierte.
Die diesjährige MagBatt VI x ELLIPSE-Konferenz war nicht nur ein regionales Highlight im Kalender der Batterieforscherinnen und -forscher, sondern auch ein internationales.
120 internationale Gäste aus Wissenschaft und Industrie kamen vom 9. bis 11. September im Stadthaus Ulm zusammen, um über die Zukunft und die nächsten Materialien in der Post-Lithium-Batterieforschung zu diskutieren.
Von Natrium-, Magnesium-, Kalium-, Calcium-, Zink- und Aluminium-Batterien bis hin zu Elektrolyten, Grenzflächen, moderner Charakterisierung, Modellierung und Ladungstransferprozessen – das Programm zeigte die Breite und Tiefe der Materialforschung für zukünftige Energiespeicher.
Erstmals wurden das International Symposium on Magnesium Batteries (MagBatt) und die ELLIPSE Conference on Electrolytes and Interfaces in Post-Lithium Batteries unter einem Dach vereint – und schufen damit eine einzigartige Plattform, um Ideen über verschiedene Batteriechemien, Materialien und Forschungsansätze hinweg auszutauschen.
Ein großes Dankeschön an Daniel Messling und Sarah Hameister, das Organisationsteam des POLIS-Exzellenzclusters, sowie an alle Vortragenden, Posterpräsentierenden, Teilnehmenden, Partner und Sponsoren.
Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz bringt Forschende aus verschiedenen Fachbereichen zusammen, ermöglicht den Austausch unterschiedlicher Perspektiven und schafft neue Verbindungen rund um ein gemeinsames Ziel: die Weiterentwicklung der nächsten Generation nachhaltiger Energiespeichertechnologien.
© Bildquelle: Sarah Hameister
22.09.2026
Wir freuen uns sehr, Laurence Hardwick als Professor (W3) für Elektrochemie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) willkommen zu heißen. Am Helmholtz-Institut Ulm (HIU) wird er an der Integration elektrochemischer Methoden in Automatisierungsplattformen arbeiten, um die Zelloptimierung durch Grenzflächendesign und -charakterisierung zu beschleunigen. Dabei forscht Hardwick insbesondere an Batterietechnologien jenseits von Lithium.
Im Helmholtz-Institut Ulm interessieren wir uns natürlich besonders für seine Forschungspläne und fragten persönlich nach: „Meine Vision ist es, mithilfe von Automatisierungsmethoden die komplexe chemische Natur von Elektrodenoberflächenfilmen zu entschlüsseln“, erklärt Hardwick. „Sie spielt eine immens wichtige Rolle für die Lebensdauer und Sicherheit von Batterien“.
Laurence Hardwick kommt aus Liverpool nach Ulm, wo er das Stephenson Institute for Renewable Energy als Direktor leitete und als Professor für Elektrochemie an der University of Liverpool (UoL) tätig war. Zusammen mit den Forschenden seiner Gruppe war er für die Entwicklung modernster Technologien verantwortlich, wie etwa fortschrittlicher operando-Raman- und Infrarot-spektroskopischer Verfahren, mit denen sich die Funktionalität von Elektrodengrenzflächen auf der Nanoskala untersuchen lässt. Durch das Verständnis von Echtzeit-Grenzflächenprozessen in Batterien, Elektrolyseuren und elektrochemischen Kondensatoren führte seine Arbeit zu entscheidenden Fortschritten bei der Verbesserung von Energiespeicherlösungen Richtung Net Zero Emissionsziele, nachzulesen in mehr als 120 Publikationen (unter anderem in Science, der Nature-Gruppe, J. Amer. Chem. Soc. und Angew. Chem. Int. Ed.).
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Prof. Hardwick und haben ihn gefragt, warum er sich entschieden hat, ausgerechnet das Helmholtz-Institut Ulm für seine Forschungskarriere zu wählen. „Das Helmholtz-Institut Ulm ist weithin bekannt für seine führende Rolle in der Batterieforschung“, erklärt er seine Beweggründe. Was ihn zum Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zog, war dessen außergewöhnliche Expertise in Materialien und Automatisierung.
Hardwick blickt auf eine langjährige Erfahrung als Doktorvater zurück: Er hat bereits über 20 Doktorandinnen und Doktoranden betreut und war darüber hinaus intensiv in internationale Ausbildungsnetzwerke eingebunden, wie etwa ein duales Promotionsprogramm zwischen der UoL und der National Tsing Hua University (NTHU) in Taiwan. Neben seiner Forschung und Lehrerfahrung war Laurence Hardwick Herausgeber der Zeitschrift Electrochimica Acta (Elsevier) der International Society of Electrochemistry (2016–2024) und fungierte als Konferenzvorsitzender der Faraday Discussion-Konferenz 2023 der Royal Society of Chemistry zum Thema Nicht-wässrige Metall-Luft-Batterien. Seit dem 1. September 2026 freuen wir uns, Laurence Hardwick als Professor für Elektrochemie (W3) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und als Wissenschaftler am Helmholtz-Institut Ulm (HIU) begrüßen zu dürfen. Erreichbar ist Laurence Hardwick im CELEST Green Energy Lab am Standort Ulm.
11.08.2026
Beobachtungen mittels Atomsondentomografie belegen die Vermutung, dass in Lithium-Batterien Lithium-Ionen an den Kupferstromkollektor verloren gehen. Das könnte ihre Leistung und Lebensdauer begrenzen. Forschende des Helmholtz Instituts Ulm / Karlsruher Instituts für Technologie um Prof. Dr. Dominic Bresser sowie der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Tong Li konnten nun mittels Atomsondentomografie nachweisen, dass Lithium-Ionen in den Kupferstromkollektor eingebunden werden. Jeder Lithium-Verlust führt zu einem Kapazitätsverlust von Lithium-Batterien und verkürzt ihre Lebensdauer.
Die Arbeiten wurden gefördert durch die Europäische Union im Rahmen der European Research Council Grants „INTERACT“ und „RACER“.
Die Original-Veröffentlichung vom 10. Juli 2026 in Advanced Energy Materials: https://advanced.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/aenm.71291
© Photo by: Tong Li
05.08.2026
Eine Besonderheit des Helmholtz-Instituts Ulm ist die enorme Bandbreite an Forschungsthemen, die nur möglich ist, weil unterschiedliche Partnerinstitutionen gemeinsam an Projekten der Batterieforschung zusammenarbeiten.
Um die enge Kollaboration aller Partner aktiv weiterzuentwickeln, treffen sich die Forschungsgruppenleiter/innen alle zwei Jahre zu einem zweitägigen Treffen in Ulm.
Auch in diesem Jahr kamen am 30. und 31. Juli Leiterinnen und Leiter der einzelnen Forschungsgruppen im Helmholtz-Institut Ulm zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse zu präsentieren, neue Ansatzpunkte auszuloten und interne Kollaborationen ins Leben zu rufen. In offener Atmosphäre und bei guter Stimmung wurde intensiv über die zukünftige strategische Ausrichtung des HIU diskutiert.
21.07.2026
Sie arbeitet an Lösungen für eine zentrale Zukunftsfrage: Die Sprecherin des Exzellenzclusters POLiS und HIU Forschungsgruppenleiterin Professorin Birgit Esser wurde mit dem Wissenschaftspreis 2026 von der Stadt Ulm für ihre wissenschaftliche Exzellenz gewürdigt. Übergeben wurde der Preis am Schwörmontag von Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher.
Für eine gelingende Energiewende ist die elektrochemische Energiespeicherung eine Schlüsseltechnologie und damit gesellschaftlich hochrelevant. Für ihre herausragende Forschung an nachhaltigen Batteriematerialien und ihre Wissenschaftskommunikation hat die Birgit Esser, Chemikerin und Professorin an der Universität Ulm, jetzt den mit 7500 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Stadt Ulm erhalten. Überreicht hat den Preis Oberbürgermeister Martin Ansbacher am Montag, 20. Juli 2026, bei der Schwörfeier.
Birgit Esser vereint Expertise in Synthesechemie mit Knowhow aus dem Bereich organischer Batterieelektrodenmaterialien. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz will Esser die Lücke zwischen der Grundlagenforschung und deren Anwendung schließen. „Professorin Esser gehört zu den prägenden Wissenschaftlerinnen ihres Fachs“, zitierte OB Martin Ansbacher auf dem Weinhof aus dem Urkundentext. „Ihre Forschung verbindet wissenschaftliche Originalität mit hoher gesellschaftlicher Relevanz.“
„Unser gemeinsames Ziel ist es, zukunftsfähige Lösungen zu finden, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll sind“, so Esser. „An organischen Elektrodenmaterialien begeistert mich der gesamte Weg: Er beginnt beim gezielten molekularen Design, mit dem wir steuern können, wie ein Material Elektronen aufnimmt oder abgibt und wie es sich elektrochemisch verhält“, erläutert die Wissenschaftlerin ihre Forschung: „Darauf aufbauend wollen wir verstehen, wie diese Materialien genau funktionieren – zum Beispiel, wie Ionen, also elektrisch geladene Teilchen, durch das Material wandern. Das erforschen wir aktuell sehr intensiv. Am Ende steht die konkrete Anwendung: der Einsatz dieser Materialien in Batteriezellen.“
Als Gründungsdirektorin des CELEST Green Energy Lab, mit dem ein Referenzlabor für elektrochemische Energiespeicher jenseits von Lithium etabliert werden soll, wirkt Esser weit über das eigene Fach hinaus und bringt Wissenschaft, Nachwuchsförderung und institutionelle Entwicklung zusammen. Sie stehe für internationale Sichtbarkeit, wissenschaftliche Exzellenz und strategische Aufbauarbeit und stärke mit ihrem Wirken den Wissenschaftsstandort Ulm in besonderer Weise, heißt es im Text der Urkunde weiter.
Der Präsident der Universität Professor Michael Weber lobte die Preisträgerin: „Wir sind stolz darauf, dass eine der renommiertesten Wissenschaftlerinnen auf diesem anspruchsvollen Gebiet an der Uni Ulm forscht. Birgit Esser hat großen Anteil daran, dass Ulm als Zentrum der deutschen Batterieforschung beständig neue Wege geht und der Standort auch international spitze bleibt. Wir freuen uns sehr, dass sie mit dem Wissenschaftspreis 2026 ausgezeichnet wird.“
Weitere Informationen zu Prof. Dr. Birgit Esser
Die Chemikerin Birgit Esser wurde 2022 von der Universität Freiburg als Professorin für Organische Chemie nach Ulm berufen. Sie ist Sprecherin für den Ulmer Standort des deutschlandweit einzigen Batterie-Exzellenzclusters POLiS, der 2025 in die zweite Förderperiode gegangen ist. Seit 2024 leitet sie das Institut für Organische Chemie II und Neue Materialien; 2023 warb Esser einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von zwei Millionen Euro ein. Außerdem ist Esser Mitglied der Forschungsplattform CELEST und Forschungsgruppenleiterin am Helmholtz-Institut Ulm. Esser studierte und promovierte in Heidelberg und forschte an der Universität Bonn und am MIT in den USA.
Über den Wissenschaftspreis der Stadt Ulm
Alle zwei Jahre vergibt die Stadt Ulm den mit insgesamt 15 000 Euro dotierten Wissenschaftspreis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen von Einzelpersonen, Forschungs- oder Arbeitsgemeinschaften. Er geht traditionell hälftig an Forschende der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm. Den Wissenschaftspreis erkennt der Gemeinderat der Stadt Ulm auf Vorentscheidung eines Preisgerichts zu, in dem die Universität, die Technische Hochschule Ulm und Mitglieder des Gemeinderats vertreten sind.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Birgit Esser, Institut für Organische Chemie II und Neue Materialien, Mail: birgit.esser(at)uni-ulm.de
Bildquelle: Christine Liebhardt / Uni Ulm
06.07.2026
Investitionen in Forschung sind Investitionen in unsere Zukunft – aber erst eine konkrete Marktperspektive hilft dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Anwendung zu bringen. Genau dafür wurde am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) der NEULAND Ideenwettbewerb ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden Projekte, die einen besonderen Nutzen für die industrielle Anwendung versprechen.
Wir freuen uns sehr, dass Unho Jung und Dominik Steinle vom Helmholtz-Institut Ulm mit ihrem Projekt PolySafeBatt einen der begehrten NEULAND-Awards 2026 erhalten haben.
PolySafeBatt entwickelt eine neue Generation von Lithium-Metall-Batterien auf Polymerbasis. Im Zentrum steht eine Hochvolt-Halbfeststoff-Polymerbatterie-Plattform, die drei zentrale Vorteile miteinander verbindet:
Das Herzstück der Technologie sind Polymerelektrolyte, die im Gegensatz zu klassischen Flüssigelektrolyten nicht auslaufen können – ein entscheidender Sicherheitsvorteil. Gleichzeitig sind sie kompatibel mit hochenergetischen Kathodenmaterialien sowie mit Lithium-Metall-Anoden, die für besonders hohe Energiedichten sorgen. Damit verbindet die Plattform zwei Eigenschaften, die in der Batterieforschung oft im Zielkonflikt stehen: maximale Sicherheit und maximale Leistungsfähigkeit.
Je mehr Energie eine Batterie speichert, desto höher sind in der Regel auch die Anforderungen an ihre Sicherheit. Klassische Lithium-Ionen-Zellen mit flüssigem Elektrolyten bergen bei Beschädigung oder Überlastung ein gewisses Risiko – etwa durch auslaufende oder entflammbare Elektrolyte. Halbfeststoff- und Polymersysteme wie das von PolySafeBatt setzen genau hier an: Sie reduzieren dieses Risiko strukturell, ohne dabei auf hohe Energiedichte verzichten zu müssen.
Das macht die Technologie besonders interessant für Bereiche, in denen Batterien nah am Menschen oder unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen eingesetzt werden.
Die Plattform ist gezielt für sicherheits- und energiedichtesensitive Batteriesysteme konzipiert. Zu den wichtigsten Einsatzfeldern zählen:
Gerade der Robotik-Sektor wächst rasant und stellt neue Anforderungen an Energiespeicher: kompakte Bauweise, hohe Leistungsdichte und ein Höchstmaß an Betriebssicherheit müssen dort gleichzeitig erfüllt werden. Mit ihrem flexiblen Formfaktor-Konzept adressiert die PolySafeBatt-Plattform genau diese Anforderungen.
Der NEULAND Ideenwettbewerb des KIT zeichnet Forschungsprojekte aus, die über die akademische Relevanz hinaus ein konkretes industrielles Anwendungspotenzial mitbringen. Dass PolySafeBatt mit einem der begehrten Awards 2026 gewürdigt wurde, unterstreicht das Potenzial dieser Materialplattform, den Sprung von der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung zu schaffen.
Für das Helmholtz-Institut Ulm ist diese Auszeichnung ein weiterer Beleg dafür, wie eng Materialforschung und Anwendungsperspektive an unserem Institut zusammengedacht werden.
Sie möchten mehr darüber erfahren, wie die Hochvolt-Halbfeststoff-Polymerbatterie-Plattform von PolySafeBatt konkret aussieht und funktioniert? Melden Sie sich gerne bei uns – wir freuen uns über Ihr Interesse und den Austausch mit Industrie und Forschung.
Herzlichen Glückwunsch an Unho Jung und Dominik Steinle zum NEULAND-Award 2026!
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Anna Sophia Boden / Kommunikation und Presse / sophia.boden@kit.edu
24.06.2026
HIU-Direktor Prof. Dr. Maximilian Fichtner beim IdeenExpo Talk mit Ranga Yogeshwar: Batterieforschung trifft breite Öffentlichkeit
Am 23. Juni 2026 war Prof. Dr. Maximilian Fichtner, Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU), Gast der IdeenExpo-Talkreihe „Yes, we can!“. Unter dem Titel „Vom Gestern ins Morgen – wie gelingt der Umbruch?“ diskutierte Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Energieversorgung und Raumfahrt über die Voraussetzungen für erfolgreiche Transformation — darunter neben Fichtner auch Astronautin Rabea Rogge, Herzchirurg Prof. Dr. Axel Haverich sowie Vertreter regionaler Energieversorger.
Veranstaltungsort war das UNESCO-Welterbe Fagus-Werk in Alfeld, ein symbolträchtiger Rahmen für eine Diskussion über Wandel und Aufbruch. Im Mittelpunkt des Abends standen die großen Umbrüche unserer Zeit: diskutiert wurde, wie Deutschland den Wandel in den Bereichen Energie, Technologie, Wissenschaft und Infrastruktur erfolgreich gestalten kann und welche Voraussetzungen notwendig sind, um Innovationen schneller in die Praxis zu bringen.
Einladungen wie diese unterstreichen, wie zentral die Arbeit des HIU für gesellschaftlich relevante Zukunftsfragen ist. Batterietechnologie und elektrochemische Energiespeicherung sind keine abstrakte Laborwissenschaft — sie sind Schlüsseltechnologien für die Energiewende, die Mobilität von morgen und die Versorgungssicherheit ganzer Regionen.
Die IdeenExpo gilt als Europas größtes Technologie- und Innovationsfestival für junge Menschen. Vom 20. bis 28. Juni 2026 präsentieren auf dem Messegelände Hannover mehr als 330 Aussteller über 800 Mitmach-Exponate in 14 Themenbereichen — bei freiem Eintritt an allen Veranstaltungstagen. Dass die Talkreihe bewusst außerhalb des Messegeländes stattfindet und Persönlichkeiten wie Fichtner in den Dialog mit Wirtschaft und Gesellschaft bringt, zeigt: Spitzenforschung gehört in die Öffentlichkeit.
Foto: (c) iserundschmidt GmbH
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Anna Sophia Boden / Kommunikation und Presse / sophia.boden@kit.edu
24.04.2026
Batterie versus Wasserstoff. Simulation versus Experiment. Exzellenzinitiative versus Exzellenzstrategie.
Energiespeicherforschung besteht aus vielfältigen Perspektiven. Die Studienstiftung des Deutschen Volkes war im April 2026 mit ihrer Alumni-Sommerakademie zu Besuch beim HIU und erhielt spannende Einblicke in die Fragestellungen und Forschungsergebnisse am Helmholtz Institut Ulm. Von einem wissenschaftlichen Vortrag von Prof. Dr. Axel Groß, Gründungsmitglied und Forschungsgruppenleiter am HIU, bis zur Laborführung mit Forschungsgruppenleiter Dr. Simon Fleischmann.
Die interessierte Gruppe der Studienstiftung des deutschen Volkes wurde bei ihrem Besuch nicht nur in die Geschichte des HIU eingeweiht, sondern auch in wissenschaftliche Fragestellungen am Institut. Lithium-Ionen-Batterien sind nach wie vor ein wahres Wunderwerk der Technologie. Aber sie bekommen zunehmend nachhaltige Konkurrenz. Insbesondere am Exzellenzcluster POLiS wird an Alternativen geforscht, die leistungsfähiger, zuverlässiger, nachhaltiger und umweltfreundlicher sind als die derzeitigen Lithium-Ionen-Batterien.
Mit Besuchen für ein interdisziplinäres, interessiertes Publikum fördert das Helmholtz Institut Ulm den Wissenschaftstransfer in die breite Gesellschaft – denn Forschung entfaltet ihre volle Wirkung erst, wenn sie verstanden wird und Unterstützung findet.
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Anna Sophia Boden / Kommunikation und Presse / sophia.boden@kit.edu
07.04.2026
Ist unsere Stromversorgung auch bei einer Dunkelflaute gesichert?
Welche Rolle könnten Batterien hier spielen?
Auf der Suche nach Antworten wird Harald Lesch vom ZDF am Helmholtz Institut Ulm fündig. Prof. Dr. Maximilian Fichtner, geschäftsführender Direktor der HIU, gibt in der neuen Terra X Dokumentation „Blackout — Wie sicher ist unsere Stromversorgung?“ Einblick in Energielösungen für die Zukunft. (Terra X, 7. April 2026, Start Interview ab Minute 09:06). Ein längeres Interview ist ebenfalls verfügbar unter Interview: Energie speichern für den Ernstfall | Terra X.
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