Dr. Fleischmann erhält Stipendium der Daimler und Benz Stiftung

16. März 2023

Der HIU-Forschungsgruppenleiter Dr. Simon Fleischmann erhält dieses Jahr ein hochdotiertes Stipendium der Daimler und Benz Stiftung. Mit ihm wurden zwölf weitere Forschende, größtenteils Postdocs und Juniorprofessor*innen, ausgezeichnet. Die Dauer der Stipendien beläuft sich auf zwei Jahre. Dr. Simon Fleischmann leitet die Forschungsgruppe „Elektrochemische Grenzflächen im Nanoconfinement“ am HIU.

Simon Fleischmann

Die Auszeichnung soll die berufliche Karriere gerade während der produktiven Phase nach ihrer Promotion stärken. Die Fördersumme beträgt 40.000 Euro pro Stipendium. Das Förderprogramm steht Bewerbern und Bewerberinnen sämtlicher wissenschaftlicher Disziplinen offen, es gibt keine thematischen Einschränkungen. Fleischmanns gefördertes Forschungsthema liest sich wie folgt: „Natrium ersetzt Lithium: Entwicklung neuartiger Elektrodenmaterialien für eine nachhaltigere Batteriezelle“. Bei seiner Forschung am HIU kooperiert er mit dem Karlsruher Institut für Technologie  und der Reinhard Frank-Stiftung.
 

Projektbeschreibung

Lithium-Ionen-Batterien erfahren enorme Nachfrage in E-Autos, tragbarer Elektronik oder in stationären Energiespeichern – Tendenz steigend. Während bisherige Entwicklungen meist auf die Steigerung der Energiedichte abzielten, gewinnen in Zeiten gestörter Lieferketten und Rohstoffknappheit Aspekte der Nachhaltigkeit verstärkt an Bedeutung. Ein vielversprechender Ansatz ist das Ersetzen von Lithium mit chemisch ähnlichem, aber in großen Mengen verfügbarem Natrium. Dessen größerer Durchmesser stellt jedoch besondere Ansprüche an die Elektroden, damit sie die Ionen mit hoher Reversibilität aufnehmen und abgeben können. Das Projekt von Simon Fleischmann erforscht neue Elektrodenmaterialien, welche speziell für den Natriumtransport bei schnellen Raten und mit hoher Langzeitstabilität ausgelegt werden.

Simon Fleischmann ist Materialwissenschaftler am HIU und promovierte 2018 an der Universität des Saarlandes. Im Anschluss forschte er zwei Jahre als Postdoc an der North Carolina State University und ein Jahr als Gewinner des Young Energy Storage Scientist Award und Stipendiat an der Université Paul Sabatier in Toulouse. Seit November 2021 ist er Nachwuchsgruppenleiter am Helmholtz-Institut Ulm. Bei seiner Arbeit forscht er u.a. an innovativen Materialien für Batterien und Superkondensatoren.

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Mehr Informationen

Weiterführende Information:
https://www.daimler-benz-stiftung.de/cms/de/foerdern/stipendienprogramm/stipendiaten/605-stipendiaten-2023.html

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